Was haben ein Schwertstör und der Walkman des Mannes im Bild gemeinsam: Richtig, beide gelten heute aus ausgestorben.

Aber was ist der Unterschied zwischen der toxischen Männlichkeit des Typen und dem Schwertstör? Bei der toxischen Männlichkeit wäre es gut, wenn sie ausgestorben wäre.

Welttag der Biodiversität, 24.05.2020

Am Freitag war der Welttag der Biodiversität. Vor 28 Jahren wurde die UN-Übereinkuft für Biodiversität verabschiedet, die bis heute von 196 Staaten ratizifiert wurde. Dennoch sind aktuell bis zu eine Millionen Arten, von einzelligen Mikroben bis hundertmeterlangen Walen, vom Aussterben bedroht. Hauptverantwortlich für das schnelle Artensterben ist übrigens der Mensch – etwa durch industrielle Landwirtschaft mit Monokulturen, die Überfischung der Meere, Verstädterung und den Klimawandel. Doch damit bedrohen wir Menschen unsere eigene Lebensgrundlage: Schließlich sind wir auf Ökosystemleistungen wie Trinkwasser, Fischerei oder Rohstoffe für die Herstellung traditioneller und moderner Medizin angewiesen.

Welttag der Biodiversität I, 24.05.2020

Der Erhalt von Biodiversität muss deswegen stärker in den Blick genommen werden. In der Landwirtschaft sollten zum Beispiel Subventionen nach der Nachhaltigkeit des Anbaus statt nach der Größe des Betriebes vergeben werden, das Fischen sollte strenger und vor allem verbindlicher reguliert, in Städten mehr Raum für Grünflächen geschaffen und der Klimawandel durch ein Green New Deal-Investitionsprogramm bekämpft werden – das heißt: Die Wirtschaft wird klimaschonend umgebaut, aber so, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben und die Tarifbindung sogar gestärkt wird.

Welttag der Biodiversität II, 24.05.2020

Setzen wir uns dafür ein, dass es anderen Arten nicht so ergeht wie Schwertstör oder Walkman – Sondern sie ihren ursprünglichen Lebensraum behalten können.