Es ist nicht die Woche der Anja Karliczek – Wobei eigentlich schon: Denn die Bundesbildungsministerin hat sich durchgesetzt und statt echter Soforthilfen für Studierende gibt es lediglich Notkredite (und nur ergänzende Härtefallregelungen). Auch eine Ausweitung des Bafögs konnte die Ministerin verhindern. Warum sie das wollte? Keine Ahnung. Karliczek scheint nicht wirklich motiviert zu sein alle Studierende unabhängig ihrer Herkunft gleichermaßen zu unterstützen – im Gegenteil. Und auch sonst scheint sie eher überfordert denn Lernwillig. Schade.

Die Woche der Anja Karliczek I, 02.05.2020

Noch absurder wurde es dann vorgestern als sich die Ministerin zum Beschluss der Kultusministerkonferenz – statt eines Durchschnittsabiturs ohne abschließende Prüfung doch auch in diesem Jahr und damit trotz Corona auf ordentliche Abiprüfungen zu bestehen – äußerte. Karliczek schlug nämlich folgendes vor: Sollten die Prüfungen in diesem Jahr schlechter ausfallen, weil die Schüler*innen nicht wie sonst im Präsenzunterricht vorbereitet werden konnten und zudem der Druck aufgrund der aktuellen Pandemie höher war als üblich, sollte man die Klausurnoten einfach aufwerten, um diese Effekte wieder rauszurechnen. Wow. Dann hätte man im Ergebnis zwar doch das Durchschnittsabi, das die Schüler*innen fordern, nur dass man sie und die Lehrer*innen während der Prüfungen noch einem so erst recht völlig vermeidbaren Infektionsrisiko ausgesetzten würde. Danke dafür.

Die Woche der Anja Karliczek II, 02.05.2020

Kein Wunder also, dass die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek gerade nicht sonderlich beliebt ist. Also genau genommen ist sie ziemlich unbeliebt. Und um ehrlich zu sein: Aus genannten Gründen auch bei uns.

Die Woche der Anja Karliczek III, 02.05.2020