#StayAtHome – Dieser Aufruf trendet gerade in den sozialen Netzwerken. Und das zurecht: Um die Zahl der Neuinfektionen mit dem #Coronavirus flach zu halten, müssen die Infektionsketten durchbrochen werden und das gelingt am besten, wenn alle ihre sozialen Kontakte nach Möglichkeit aufs mindeste reduzieren. Wann immer ihr es könnt: bleibt zuhause und unterstützt dabei insbesondere diejenigen, die in einer #Corona-Risikogruppe sind, in dem ihr ihnen Hilfe bei Einkäufen anbietet.

Ehrenwertes Haus, 19.03.2020

Viele von uns können nun im Home Office mehr oder weniger uneingeschränkt weiterarbeiten und sind damit ungemein privelligiert. Denn auch wenn auch sie die Einschnitte in den sozialen Kontakten treffen und die Betreuung von Kindern so schwieriger ist als sonst, haben sie immerhin gerade keine akuten Existenzsorgen.

Anders als diejenigen, deren Arbeitgeber*innen gerade den Betrieb einstellen müssen und denen deswegen gekündigt wurde, anders als Selbstständige beispielsweise in der Gastronomie oder Kulturschaffende, die in den nächsten Wochen keine Einnahmen haben werden. Damit auch sie möglichst unbesorgt zuhause bleiben können, brauchen sie schnelle und unkomplizierte Hilfe von eingefrorenen Mieten bis zu einem befristeten Grundeinkommen ist noch viel mehr denkbar als alles, was bereits auf dem Tisch liegt.

Und dann gibt es ja noch eine dritte Gruppe, sie umfasst all diejenigen die gerade noch arbeiten: Pfleger*innen, Erzieher*innen, Lehrer*innen, Verkäufer*innen, Bus- und Bahnfahrer*innen und alle anderen die in der Verwaltung oder den Sicherheitsbehörden helfen, Sicherheit, Versorgung und Gesundheitssystem aufrecht zu erhalten. Ihnen zum Beispiel mit gut gemeinten Applaus-Aktionen zu danken – Das reicht nicht! Denn diese Leute sind – um ein Wort aus der Finanzkrise zu reaktivieren – wirklich Systemrelevant. Und dennoch viel zu oft unterbezahlt, schlecht ausgestattet und zu wenig wertgeschätzt. Besonders problematisch: In diesen Berufen arbeiten überwiegend Frauen* und die verdienen im Durchschnitt 21% weniger als Männer. Deswegen war am Mittwoch auch der #EqualPayDay. Das dürfen wir alle nicht vergessen, sondern müssen es nach der Krise wirklich endlich korrigieren!