Die Schulöffnungen, die in NRW schneller und forscher angegangen wurden als in anderen Bundesländern, wurden schon an vielen Stellen kritisiert. Insbesondere die NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer, die in einer Ausschusssitzung des Landtags erklärte, ihr Ministerium gehe davon aus, dass es an Schulen nun zu Corona-Todesfällen kommen werde und man Schüler*innen sowie das Lehrer*innen-Kollegium darauf sensibel vorbereiten müsste, bekam dabei zurecht ihr Fett weg. Die Sache ist ja auch einfach: Wenn man an Schulen nicht die Sicherheit aller Beteiligen sicherstellen kann, kann man sie nicht öffnen.

Hat niemanden gekümmert.

Die Schulen öffneten.

Zuerst für die Abitur-Abschlussjahrgänge, seit letzten Donnerstag. Die Begründung der Landesregierung: Die Schüler*innen da seien für das Thema und die besonderen Sicherheitsvorkehrungen gut sensibilisiert, da gebe es dann nur ein geringes Risiko.

Naja.

Eingestellt, 27.04.2020

In Dormhagen musste gestern bereits das erste Gymnasium wieder geschlossen werden. Der Grund: Ein Schüler war zum Unterricht erschienen, obwohl es in seiner Familie eine Coronavirusinfektion gab.
Das zeigt: Das Konzept der NRW-Landesregierung ist nicht ausgereizt. Unterrichtsangebote könnten auch anders, kreativer und vor allem sicherer wieder ermöglicht werden.

Doch die Alles-Oder-Nichts-Strategie von Ministerpräsident Armin Laschet wird weiterverfolgt, die nächste Einstellung ist deswegen nur noch eine Frage der Zeit.