Am Donnerstag beschloss die Bundesregierung auf Vorschlag von Hubertus Heil, Werkverträge in der Fleischindustrie zu verbieten. Die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie gehören damit endlich der Vergangenheit an. Das ist cool – Doch heute nicht unser Thema.

Wir wollen stattdessen auf diese drei Fakten aufmerksam machen:- In Deutschland werden rund 26 Millionen Schweine gehalten, 12% der Tiere sogar in Massentierhaltung;- Eine nicht artgerechte Tierhaltung macht Tiere anfälliger für Infektionen, die u. a. daraus resultierende provisorische Verfütterung für Antibiotika führt zu Antibiotikaresistenzen bei den Tieren und ihren Konsument*innen;- Dennoch nahm der Fleischkonsum im vergangenen Jahr weiter zu, was eine Versorgung mit ausschließlich regional und artgerecht gehaltenen Tieren unmöglich macht.

Sau gemein, 22.05.2020

Darum ja: Wir brauchen ein Umdenken in unserer Ernährung. Aber nicht durch eine Fleischsteuer oder andere Instrumente, die Fleisch ausschließlich teuerer und damit zum reinen Luxusprodukt, also den Konsum allein dadurch reduzieren, dass die Zielgruppe eingeschränkt wird. Weil das wäre nicht gerecht.

Stattdessen brauchen wir ein Verbot von nicht artgerechter Haltung (übrigens auch als Einfuhrverbot) und Unterstützung für regionale und nachhaltige Fleischproduktion. So ließe sich die Produktionsmenge reduzieren ohne dass die Preise explodieren würden.

Und das wäre gut für Mensch, Umwelt und Tiere. Sagt nicht nur unser heutiger #ComicForFuture.