US-Präsident Donald Trump hat versucht, den deutschen Pharmakonzern CureVac aufzukaufen, da dieser aktuell versucht, einen Impfstoff gegen Covid19 – also das sogenannte Coronavirus – zu entwickeln. Trump wollte, dass der Corona-Impfstoff anschließend exklusiv für die USA entwickelt würde und nicht allen Ländern beziehungsweise Menschen zur Verfügung stünde. CureVac-Mehrheitseigner ist der hoffenheimer Milliardär Dietmar Hopp und dieser lehnte einen Verkauf aus diesem Grund ab.

Mal ganz davon ab, wie unverschämt und unmenschlich die Initiative Donald Trumps war und wie erfreulich es ist, dass Dietmar Hopp ihr nicht nachgegeben hat: Es ist bedrohlich und damit falsch, dass eine solche Diskussion überhaupt möglich war! Medizinische Forschung und Pharmaindustrie gehören in öffentliche Hand; medizinische Versorgung sowie der Zugang zu zeitgemäßer Therapie und modernen Impfstoffen dürfen weder von der Nationalität noch vom Einkommen abhängen. Insofern ist die Nachricht vom Nichtverkauf CureVacs vor allem eine Mahnung, dass der Kapitalismus keine Menschenleben schützt und öffentliche Aufgaben uneingeschränkt in öffentliche Hand gehören!

Spitzmaussteuersatz, 15.02.2020

Und weil gerade einige schreiben – Und ja, damit meinen wir dich, Jan Fleischhauer – Hopp habe nur deswegen die richtige Entscheidung treffen können, weil er als Milliardär finanziell unabhängig sei, irrt:

Die Haltung sich in einer Krise solidarisch zu verhalten, ist keine Frage des Vermögens, sondern das Charakters.