Etwa 168 Millionen Kinder müssen weltweit arbeiten gehen. Darauf macht der Internationale Tag gegen Kinderarbeit, der von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) Leben gerufen wurde, seit 2020 immer am 12. Juni aufmerksam.

Welttag gegen Kinderarbeit, 12.06.2020

168 Millionen Kinder: Das entspricht einem Anteil von 11% aller Kinder auf der Welt. Insbesondere Umweltkatastrophen aber auch wirtschaftliche Armut führen dazu, dass Kinder zu Arbeit gezwungen werden. Sie leiden darunter körperlich – Und geistig, weil in den meisten Fällen auch ihre Schulbildung auf der Strecke bleibt.

Der Begriff der Kinderarbeit ist dabei eng gefasst. Leichte Arbeiten, die zugelassen sind und von Kindern ausgeführt werden, die das jeweilige Mindestalter von 13 bis 15 Jahren erreicht haben, sind nicht in der Definition enthalten. Kinderarbeit umfasst also nur die Beschäftigung von Kindern unter dem Mindestalter und in gefährlichen Formen von Arbeit.

Knapp die Hälfte der arbeitenden Kinder (85 Millionen) verrichtete 2012 eben solche gefährliche Arbeiten. Zwar ist verglichen mit dem Jahr 2000 ein deutlicher Rückgang der gefährlichen Arbeit von 171 auf 85 Millionen zu verzeichnen – gleichzeitig aber sind die als „gefährliche Arbeit“ eingestuften Tätigkeiten auch diejenigen, die statistisch kaum erfassbar sind, etwa in Fällen von Zwangsprostitution oder von Zwangsrekrutierung in bewaffneten Konflikten.

Kinderarbeit muss bekämpft und beendet werden! Uneingeschränkt.

Ein wichtiger Beitrag aus Deutschland dazu kann ein Lieferkettengesetz sein: Demnach dürften in Deutschland keine Produkte mehr verkauft werden, an deren Produktion Kinder beteiligt waren. Dies würde auch für Sub(und Subsubsubsubsubsub)unternehmen gelten, aber jeweils das Unternehmen, welches das Endprodukt hier verkauft, wäre für die Einhaltung verantwortlich.