Heute ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi, Inter- und Trans*feindlichkeit, IDAHOBIT. Und dieser Tag ist mit all seinen Aktionen wichtig – In diesem Jahr besonders. Denn wegen und vor allem während der Corona-Pandemie können (fast) keine öffentliche Veranstaltungen stattfinden, die CSD-Saison ist schon abgesagt. Doch Sichtbarkeit bleibt wichtig. Denn Vielfalt ist alltäglich und eine Stärke ein jeder Gesellschaft!

Wichtig, 17.05.2020

Doch leider ist nicht nur Vielfalt alltäglich, sondern auch Diskriminierung und entsprechend auch die Angst vor ihr. Um es konkret zu machen: In Deutschland leben 43 Prozent der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen ihre sexuelle Orientierung laut einer Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) nicht offen aus. In der gesamten EU gaben das sogar 53 Prozent der Befragten an. 61 Prozent sagen zudem, dass sie es oft oder immer vermeiden würden, in der Öffentlichkeit die Hand eines bzw. einer gleichgeschlechtlichen Partner*in zu halten. In Deutschland gaben das 45 Prozent der Befragten an. 36 Prozent der Teilnehmer*innen in Deutschland sind laut der Studie in den zwölf Monaten vor der Umfrage belästigt worden. 13 Prozent wurden demnach in den vergangenen fünf Jahren auch körperlich oder sexuell angegriffen. Beide Werte entsprechen in etwa dem EU-Durchschnitt.

Der Kampf gegen jede Diskriminierung verdient deswegen auch in diesem Jahr jede Sichtbarkeit und unsere volle Aufmerksamkeit. Lasst euch bitte nicht von Corona ablenken, sondern schaut euch in eurer Stadt um, wo es Unterstützung für den Kampf gegen Diskriminierung braucht und stellt euch in euren social Media Timelines aber auch in analogen alltäglichen Situationen Diskriminierung entgegen.

Schaffen wir Sichtbarkeit und damit Sicherheit, feiern wir Vielfalt und damit die Gesellschaft, die wir uns selbst vorgenommen haben, zu sein!